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Die neue Steuerreform

Seit einigen Tagen sind die neue Steuerreform und die dadurch entstehenden Veränderungen in aller Munde. Was ändert sich für die Unternehmer? Welche Änderungen erwarten uns im Alltag? Dieser Blog soll Ihnen einen kurzen Überblick verschaffen.

 Die Hauptfrage ist doch: Wer wird profitieren von der neuen Reform? Von den 5,1 Milliarden Euro entfallen knappe 4,9 Milliarden auf die Änderung im Lohnsteuertarif. Mit etwa 100,0 Millionen sollen die Familien unterstützt werden. Finanziert wird die Reform hauptsächlich von Einnahmen aus der Betrugsbekämpfung, höheren Steuersätzen (Kapitalertragssteuer, Grunderwerbssteuer, Immobilien-Ertragssteuer), Streichung von Steuerausnahmen, usw.

Änderungen im Tarifsystem der Einkommensteuer

Bisher gab es drei Einkommensteuerstufen, aber durch die Steuerreform sollen es zukünftig ganze sechs Stufen sein (siehe Tabelle unten). Die Steuerfreigrenze verändert sich nicht, vielmehr wird der Eingangssteuersatz deutlich nach unten reduziert, nämlich von 36,5 % auf 25 %. Für einen monatlichen Bruttoverdienst von bis zu 2.100 € sollen jährlich etwa 900 € weniger an Einkommensteuer gezahlt werden.

   
       
 
  • Tarifsteuer alt
   
  • Tarifsteuer neu
 
 
  • bis 11.000 €
 
  • 0 %
 
  • bis 11.000 €
 
  • 0 %
 
  • von 11.000 € bis 25.000 €
 
  • 36,5 %
 
  • von 11.000 € bis 18.000 €
 
  • 25 %
 
  • von 25.000 € bis 60.000 €
 
  • 43,2 %
 
  • von 18.000 € bis 31.000 €
 
  • 35 %
 
  • ab 60.000 €
  • 50 %
 
  • von 31.000 € bis 60.000 €
 
  • 42 %
     
  • von 60.000 € bis 90.000 €
  • von 90.000 € bis 1.000.000 €
  • darüber
 
  • 48 %
  • 50 %
  • 55 %

Wie wird das finanziert?

Ein großer Teil (rund 2 Milliarden) soll durch die Betrugsbekämpfung wieder die staatliche Geldbörse füllen. Vor allem für die kleineren Unternehmen wird die Registrierkassenpflicht interessant. Aktuell sind Betriebe mit weniger als 150.000 € Umsatz von der Einzelaufzeichnung ausgenommen. In Österreich können also 75 % der Unternehmer ihre Abrechnung mittels Kassasturz erledigen.

Wenn Sie Ihre Verkäufe nicht hauptsächlich bar vereinnahmen, fallen Sie nicht unter die neue Regelung. Ebenfalls nicht betroffen sind mobile Gruppen, wie zum Beispiel Tierärzte die Hausbesuche durchführen.

Wer schreibt hier

Rene3

 

 

 

 

 

 

 

 

René Klampfer hat eine geradlinige Karriere hingelegt. Er ist sozusagen ein Längseinsteiger. Zahlen waren immer seine Welt.

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